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November 2000

Wolfgang Amadeus Mozart: „Requiem“

 
März 2001

Motettenkonzert mit Motetten aus vier Jahrhunderten (Palestrina, Schütz, J.S. Bach, Mozart,  Dvorak, Bruckner, H. Wolff,  Strawinski und Duruflé).

 
Dezember 2002

Anton Bruckner: „Messe in f-moll“

Mit dem Probsteichor Billerbeck und dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad

 
Juni 2003

Anton Dvorak: „Messe in D-Dur“

 
November 2003

Wolfgang Amadeus Mozart: „Requiem“

 
März 2004

Motetten aus vier Jahrhunderten

 
November 2004

Arvo Pärt: „Te deum“ für drei Chöre, Klavier, Streichorchester und Tonband (1984/85) und Georg Friedrich Händel: „Dettinger Te deum“ (HWV 283)

 
Mai 2005

Wolfgang Amadeus Mozart: „Missa solemnis in C“ und „Vesperae solennes de confessore“

 
August 2005

Konzertreise nach Kaliningrad/Königsberg. Abschlusskonzert der Feierlichkeiten zum 750. Jubiläum der Stadt Königsberg im Dom zu Kaliningrad mit dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad

Georg Friedrich Händel: „Dettinger Te deum“ und Wolfgang Amadeus Mozart: „Requiem“

 
Dezember 2005

„Mache Dich auf, werde licht“

Weihnachtliches Konzert mit dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad, mit Ausschnitten aus dem Oratorium „Paulus“ von Mendelssohn-Bartholdy, dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, dem deutschen und lateinischen Magnifikat sowie der Weihnachtskantate von Telemann, dem „Messias“ und einer Kantate von Händel, sowie von Motetten von Durufle und Weihnachtsliedern in Bearbeitung  für Sinfonieorchester von Arkadi Feldman.

 

1.November 2006

Wolfgang Amadeus Mozart: „Requiem“; Rohrmeisterei Schwerte,

mit dem Ruhrstadtorchester Schwerte unter der Leitung von Claus Eickhoff


25. November 2006

Charles Gounod: „Messe solennelle – Caecilienmesse“

Anton Bruckner : « Te deum »

Mit dem Schulchor des Christian-Rohlfs-Gymnasiums, dem Motettenchor Friesoythe und dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad

 
26. November 2006

Aufführung der beiden Werke in Friesoythe/Oldenburg


17. November 2007

Antonin Dvorak: "Stabat mater"
mit dem Motettenchor Friesoythe und dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad

1./6./13. Januar 2008

L.v. Beethoven: Schlußchor der 9. Sinfonie
mit dem Sinfonieorchester Hagen, dem Oratorienchor Letmathe, dem Sonderchor des Theaters Hagen in der Stadthalle Hagen/Lüdenscheid/Iserlohn

1. März 2008

Johann Sebastian Bach: Matthäuspassion
in Friesoythe in einem Konzert des Motettenchors Friesoythe

15./16. November 2008

Johannes Brahms: "Deutsches Requiem" in Hagen und Friesoythe mit dem Motettenchor Friesoythe und dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad

13./14. Dezember 2008

"Mache dich auf, werde licht" - Weihnachtliches Konzert mit Werken verschiedener Komponisten, Spirituals und Weihnachtsliedern; mit dem Posaunenchor des CVJM Hagen und Sieglinde Grote, Sopran; St. Marien-Kirche Dortmund / St. Michaels-Kirche Hagen

14./15. November 2009

Anton Bruckner: Messe in f-Moll
Mit dem Motettenchor Friesoythe und dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad in Hagen und Friesoythe

23. Mai 2010

Antonin Dvorak: Messe in D-Dur für Chor und Orgel
Hoher Dom zu Speyer

05. Juni 2010

Antonin Dvorak: Messe in D-Dur / John Rutter: The Lord is my shepherd
Stiftskirche St. Marien Herdecke

13./14. November 2010

John Rutter: "Requiem" und "Magnificat"
Mit dem Motettenchor Friesoythe und dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad in Hagen und Friesoythe

13./14. Mai 2011

Antonin Dvorak: Messe in D-Dur und Felix Mendelssohn-Bartholdy: "Der 42. Psalm"
Mit dem Motettenchor Friesoythe und dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad in Friesoythe und Hagen sowie am 15. Mai die Messe in D-Dur in der Probsteikirche Werl

12./13. November 2011

Gloria in excelsis deo - Vertonungen aus Gregorianik, von Antonio Vivaldi, W.A. Mozart, Anton Bruckner, Francis Poulenc
mit dem Motettenchor Friesoythe und dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad in der Josefs-Kirche Hagen und der Marienkirche Friesoythe

Mozart-Konzertchor sang in Kaliningrad

 Hagen/Kaliningrad. Ein Konzert im Rahmen der Feiern des 750-jährigen Stadtjubiläums von Kaliningrad/Königsberg führte den Hagener Mozart-Konzertchor in die frühere ostpreussische Stadt. Auf Einladung des Staatssinfonieorchesters Kaliningrad sang der Chor im gerade wiederhergestellten Dom der Stadt, begleitet von den Kaliningrader Sinfonikern, das „Requiem“ von W.A. Mozart und das „Dettinger Te Deum“ von G.F. Händel.

Das von Albert Boehres dirigierte Konzert im vollbesetzten Dom wurde von den Zuhörern mit großem Applaus bedacht. Vor dem Konzert überreichten die Hagener ihre Gastgeschenke: Eine Reproduktion des Gemäldes „Huflattich in Vase“ von Emil Schumacher, eine Geldspende für das renovierungsbedürftige Probenhaus des Orchesters sowie als Geschenk der Stadt Hagen eine Kollage des Künstlers Peter Sippl mit Hagener Motiven. Ein selbstgeschriebenes Dankeslied des Chores in russischer Sprache nach einer Mozartschen Melodie durfte nicht fehlen.

Ein großes Erlebnis für die 40 Sängerinnen und Sänger und einige mitreisende Freunde und Angehörige war nicht nur das Konzert in dem im 14. Jahrhundert erbauten, 1944 stark zerstörten und in den letzten 15 Jahren wiederaufgebauten Doms auf der Kneiphof-Insel – jetzt Kant-Insel – sondern auch die Besichtigung der Stadt, Begegnungen mit den Mitgliedern des Orchesters und ihren Angehörigen, Ausflüge an die Ostsee und zur Kurischen Nehrung und – auf der Rückfahrt – die Besichtigung der Städte Danzig und Stettin.

Orchesterchef Arkadi Feldman und Chorleiter Albert Boehres nutzten die Tage in Kaliningrad, um das nächste gemeinsame Konzert am 18.Dezember 2005 zu planen. Es wird der 6. Besuch des russischen Orchesters in Hagen sein. Nach jetzt fünf Besuchen mit gemeinsamen Konzerten in der Volmestadt, während der die Musiker aus Kaliningrad bei Mitgliedern und Freunden des Chores untergebracht waren, sind enge freundschaftliche Beziehungen zwischen Chor und Orchester und einzelnen Mitgliedern entstanden.

 (Westfälische Rundschau 27.8.2005)

Aufrüttelnd und zu Herzen gehend

Zum traditionellen Herbstkonzert in der Josefskirche am Samstag hatte sich wieder die bewährte Gemeinschaft des Hagener Mozart-Konzertchores, des Motettenchores Friesoythe (Leitung: Heinrich kleine Siemer) und des Staatssinfonieorchesters Kaliningrad (Leitung: Arkadi Feldman) mit Sieglinde Grote, Sopran, als Solistin zusammengeschlossen.

Es war dem 1945 in London geborenen Komponisten John Rutter gewidmet, der in seinem Requiem und Magnificat genial mit allen europäischen Stilelementen jonglierte. Er mischte uralte gregorianische Melodienmuster, barocke Polyphonie in kleinen filigranen Abschnitten, klassisch schlichte liedhafte Themen, romantische Vielfalt farbiger Harmonien, Blechbläserfanfaren, Jazz-Rhythmen im Schlagzeug und lieblich schwingende HirtenmusIk zu einer plakativen Interpretation der Bibelworte, die aufrüttelte und zu Herzen ging.

Unter dem ausdrucksvollen Dirigat von Albert Boehres gestalteten Chor und Orchester das „Requiem aeternam“ über tiefem Streichersound mit klopfendem Paukenrhythmus zum strahlenden „Lux perpetua“ aufsteigend, als ein von Vertrauen in die göttliche Gnade getragenes Gebet. Dem lateinischen Text waren der 130. und der 23. Psalm hinzugefügt. Ein brilliat gespieltes Cello-Solo leitete das „Out of the deep“ (Aus der Tiefe rufe ich zu dir) ein, nach dunklem Unisono-Chorklang schwangen die Frauenstimmen den Bogen hoch über den Klangbändern von Bass und Tenor, um zum Schluss wieder einstimmig in der Tiefe zur Ruhe zu kommen.

Beim „Pie Jesus“ schwebte der schlanke Solo-Sopran, von Holzbläsern umspielt, über flächigem Chorgrund. In „The Lord is my shepherd“ (Der Herr ist mein Hirte) schufen Oboe und Harfen-Arpeggien quasi überirdische Schwerelosigkeit.

Das Magnificat, der Lobgesang der Maria, begann mit vollem Orchester; Blechbläser und Schlagzeug symbolisierten mit unruhigen Rhythmen einen Ausbruch erregter  Freude.

Nach dem innig-zarten „Et misericordia“ der Solistin hoch über dezentem Chor als Echo tobte im „Fecit potentiam“ mit Blechbläserfanfaren und Trommelmärschen textbildnerisch kriegerische Gewalt. Das „Gloria patri“ entfaltete sich vom Fugato-Einsatz des Chores über das hoch aufsteigende solistische Alleluja mit dynamisch klangschön gesteigerten schwindenden Bögen der Singstimmen zum packenden Siegesmarsch des „Sicut erat in principio“. Das Amen schloss überraschend mit einem triumphalen Schlagzeug-Ausrufezeichen.

Nach sieben symbolischen „Vorhängen“ bei stehenden Ovationen musste das Gloria wiederholt werden.

Von Renate Schmoll

Westfalenpost, Montag, 15. November 2010

Ursula.Weissenfels@web.de